Mobile Tagging Grundlagen
Das BeeTagg System ist auf der Grundlage umfassender wissenschaftlicher Studien und praktischer Erfahrung und Erprobung entworfen und optimiert worden. Einige der Gründe, warum das System so ist wie es ist, erfahren Sie auf dieser Seite.
Was versteht man unter Mobile Tagging?
Mobile Tagging basiert auf visuellen Codes, die von Mobiletelefonen mit einer speziellen Software gelesen werden können.
Mobile Tags können an beliebigen Dingen angebracht sein (Plakate, Anzeigen, T-Shirts, Visitenkarten, Autos etc.). Aufgrund des im Tag enthaltenen Codes stellt das Mobiletelefon eine Verbindung mit dem Internet her und bezieht genau die Informationen, die im Rahmen des spezifischen Kontexts, in dem sich der Anwender befindet (z.B. Produktinformation oder Kaufentscheidung), relevant sind.
Dies geschieht über die eingebaute Kamera des Mobiltelefons, mit nur einem Klick! Das ist der grosse Unterschied zur herkömmlichen, mühsamen Eingabe von Urls über die dafür eigentlich ungeeignete Tastatur des Mobiltelefons.
In der realen Welt sind Mobile Tags damit dasselbe, was im Internet die Hyperlinks sind. Man kann damit Mobile Tags als Erweiterung des Internet in der realen Welt bezeichnen.
Das Mobiltelefon wird zum universellen Zeigegerät und übernimmt damit sozusagen die Rolle der Computer-Maus.

Weshalb benutzt man dafür ein Mobiltelfon ?
Wie vorgängig beschrieben, liegt das Problem nicht darin, dass bestimmte Informationen nicht verfügbar wären, sondern darin, das es nicht möglich ist jederzeit und an jedem Ort darauf zuzugreifen.
Das Endgerät für Mobile Tagging muss genau diesen Voraussetzungen genügen: Wir brauchen ein Endgerät mit Zugriff auf das Internet, welches immer und jederzeit verfügbar ist, und das auch möglichst jeder hat.
Weiterhin muss dieses Endgerät kontextsensitiv in der Lage sein ohne weiteres zutun genau die Informationen aus dem Internet zu laden, welche unserer aktuellen Situation bzw. dem Informationsbedürfnis entsprechen. Und letztlich muss es eine Möglichkeit geben, beliebige Dinge mit dem Internet gezielt zu vernetzen, vergleichbar dem Setzen von Hyperlinks in einer Website.
Hier schliesst sich der Kreis, denn das Mobiltelefon erfüllt alle diese Bedingungen in geradezu idealer Weise:
Das Mobiltelefon ist der universelle Client schlechthin, es gibt weit mehr Mobiltelefone als beispielsweise Computer oder Fernseher. In vielen Ländern beträgt die Versorgung der Bevölkerung 100% (oder mehr).
Mobiltelefone ermöglichen den Zugang zu Informationen im Internet an (fast) jedem Ort, zu jeder Zeit.
Was ist ein 2D-Code ?
Ein 2D-Code ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Barcode, in dem die enthaltenen Daten 2-dimensional codiert sind.
Durch diesen Trick lassen sich erheblich mehr Daten auf derselben Fläche unterbringen.
Warum ist der BeeTagg besser geeignet als andere Codes ?
Es gibt weltweit an die 1000 verschiedene Barcodes, davon rund einhundert 2D-Codes mit teilweise einigen Dutzend Varianten.
Jeder dieser Codes ist für einen bestimmten Einsatzzweck entwickelt und auf diesen optimiert worden.
So gut wie keiner dieser existierenden Codes ist für Mobile Tagging entwickelt worden. Der BeeTagg ist konsequent auf diesen Anwendungshintergrund hin optimiert worden und bringt deshalb technisch gesehen die besten Leistungswerte in Bezug auf Erkennung und Dekodierung des Codes mit Mobiltelefonen.
Die überwiegende Zahl vorhandener Codes (z.B. QRCode und Data Matrix) ist für logistische Zwecke entwickelt worden und erfordert einen bestimmten systemischen Kontext um optimal zu funktionieren (z.B. spezielle Lesegeräte).
Neben der rein technischen Funktionalität gibt es aber noch weitere, vielleicht noch wichtigere Argumente für die Nutzung des BeeTagg Systems.
Bei herkömmlichen Codes spielt oft die Grösse und das Aussehen keine Rolle, da sie in der Regel für die maschinelle Kommunikation entwickelt wurden.
Beim Einsatz in der normalen Kommunikation zwischen Menschen spielen die Aspekte der Markenkommunikation und des Designs sehr wohl eine Rolle. Der BeeTagg kann gebranded Werden und erlaubt so dem Anbieter die Projektion seiner Marke und deren Werten auf den Code. Dem Nutzer wird dadurch die Orientierung in einer Welt voller Codes erst ermöglicht. Woher soll ein Nutzer wissen, dass er auf den Code auf seiner UPS-Sendung nicht klicken kann?
Bei einem BeeTagg ist jederzeit klar, was damit zu tun ist, und woher er stammt. Ein BeeTagg (siehe Codes im Zentrum der Abbildung) ist zugleich ein interaktives wie auch ein grafisches Element mit Wiedererkennungswert. Welcher der anderen Codes in der Abbildung kann dies sonst noch von sich behaupten?
Welchen Nutzen bringt Mobile Tagging mit BeeTagg ?
Man kann differenzieren zwischen den konkret fassbaren (rationalen bzw. pragmatischen) Mehrwerten, die sich offensichtlich für den Nutzer ergeben, und den eher langfristigen, emotionalen Mehrwerten die durch die neue Form der integrierten Kommunikation vor allem für Anbieter entstehen.
Emotionale Mehrwerte:
Tagging unterstützt den derzeit vorherrschenden Trend zur Vereinfachung des Lebens, Simplify your life! Die Informationen, die der Anwender erhält, ruft er selbständig (Permission based) in einer individuellen Situation und somit auch in einer einzigartigen emotionalen Stimmung ab. Der daraus entstehende Dialog, die Information oder die stattfindende Transaktion und damit letztendlich die Befriedigung seiner persönlichen Wünsche werden zum positiven Aspekt dieser Situation. Wunsch, Entscheidung, Handlung und Befriedigung des Users fallen synchron zusammen, werden zu einem einzigen, positiven Vorgang bzw. Kontext. Die Unmittelbarkeit des Systems haben für den Anwender deshalb eine sehr hohe emotionale Qualität: » Er wird unmittelbar wahr- und in seinen Bedürfnissen ernst genommen, » Seine Wünsche zählen, » Er steht im Mittelpunkt, » Er ist wichtig, » Er darf sich als König Kunde fühlen! Doch der wichtigste Aspekt überhaupt ist, dass der User den BeeTagg als solches gar nicht wahr zu nehmen braucht. Er konzentriert sich lediglich darauf, eine ihm bekannte (getaggte) Marke (und damit den Tagg selbst) zu fotografieren und erhält die gewünschte Information – zumindest seiner Wahrnehmung nach – direkt und ohne Medienbruch von dieser Marke. Mobile Tagging ist damit direkter, einfacher und synchroner (und letztlich authentischer) als alle anderen (Direct-)Marketing Tools. Über die zwangsläufige cross-mediale Verknüpfung sorgt das Mobile Tagging für eine One-to-one-Ausrichtung der klassischen Werbemedien wie Anzeige, Plakat etc., die bisher reine One-way (One-to-many) Kommunikationsmittel darstellten. Der BeeTagg ist also ein virtuelles Additiv zur realen Welt (bzw. er repräsentiert erweiterte Realität, er ist ein virtueller Appendix oder ein virtuelles Implantat der Realität), ein permanent vorhandener, jederzeit abrufbarer Mehrwert, den man sich just-in-time mit einem einfachen Click der Kamera seines Mobiltelefons erschließen kann. Ein Mobiltelefon mit Tagger-Software übernimmt daher wichtige emotionale „Stellvertreter-Funktionen“: Es wird zum „alter ego“ des Verkäufers, des Beraters, des Freundes, des Vermittlers, des Begleiters, des Tippgebers, des Helfers, des Bediensteten, des Experten, des Trendscouts, des Lehrers, des Informanten, des Agenten usw. Mobile Tagging wird für eine zunehmende Emotionalisierung („Vermenschlichung“) der Wahrnehmung des Internets und vielleicht sogar zur Veränderung der im Internet vorhandenen Informationen sorgen.
Pragmatische Mehrwerte:
Das BeeTagg System ist keine clientseitige Lösung (wie viele alternative Ansätze), sondern besitzt ein intelligentes serverseitiges Back-End. Damit sind erstmals Mehrwertdienste nutzbar, vergleichbar denen, welche die Benutzer bereits aus dem Internet kennen, und die eine effiziente Nutzung erst ermöglichen. Das BeeTagg System umfasst neben der Erkennungssoftware auf dem Mobiltelefon eine Reihe von Integrationskomponenten, welche die Nutzung der Technologie weit über das Mobiletelefon hinaus ermöglicht. Angesehen vom eigentlichen Inhalt eines Dialogs ist die wichtigste Meta- Information die Speicherung des Dialogs an sich, meist zum Zweck der Rekonstruktion zu einem späteren Zeitpunkt:
Im Internet sind wir es gewohnt, Hilfsmittel zu gebrauchen (Linksammlungen, Favoritenlisten, Katalog-Server wie Yahoo etc.) um für uns wichtige Links zu verwalten und in der schieren Unendlichkeit des Information Space die Orientierung nicht zu verlieren. Auch in der realen Welt „sammeln“ wir potentiell relevante Informationen oder merken uns bestimmte Zugänge zu Informationen von denen wir annehmen, dass wir sie evtl. zu einem späteren Zeitpunkt nochmals gebrauchen können (Man denke nur an die omni-präsenten „Post-Its“ oder auch traditionelle Notizblöcke oder Agenden).
Dieses „Sammeln“ potentiell relevanter Informationen liegt in der Natur des Menschen und ist essentiell für die Benutzbarkeit jedes komplexen Informationssystems. Die wichtigsten Mehrwertdienste des BeeTagg Systems sind folgerichtig das „Collecting“ und das „Tracking“.
Beide Dienste sind im Grunde genommen zwei verschiedene Perspektiven auf dieselbe Datenbasis.
Beim Collecting möchte der einzelne Anwender (Consumer) seine persönlichen Dialoge und Interessensprofile verwalten und rekonstruieren.
Beim Tracking möchte der Anbieter (Provider) von Information etwas darüber erfahren, wie sein Inhalt genutzt worden ist. Tracking gibt dem Anbieter Auskunft über Reichweite und Wirkung seiner Kommunikation.